What Lies in the Multiverse: Test zum multiversalen Plattformer

Eine verlorene Seele auf Wanderschaft

In der Rolle des heroischen Softwareingenieurs springt und lauft ihr dann in bewährter 2D-Plattformer-Manier durch insgesamt zehn Kapitel, bereist dabei fantastische Pixel-Spielwelten und nutzt die sogenannte Voyager-Fähigkeit, mit der ihr zwischen den Multiversen schnurstracks switchen könnt. Dadurch ergeben sich vielerorts knackige Rätsel, die nur mit viel Grips und akribischen Fertigkeiten erfolgreich bewältigt werden können.

Während ihr in der einen Welt vielleicht noch vor einem unüberwindbaren Abgrund steht, erscheint ihr in der alternativen Realität womöglich ein erreichbares Seil, ein nützlicher Schalter oder eine bewegliche Kiste, die euch zur Lösung des Problems behilflich sind. So müsst ihr beispielsweise den waghalsigen Sprung über einen tiefe Schucht wagen, im richtigen Zeitpunkt in die Parallelwelt wechseln, um in dieser dann auf sicherem Untergrund zu landen.

Die abwechslungsreichen Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen nehmen dabei von den Anforderungen stetig zu, sodass euch diese anfänglich noch kein größeres Kopfzerbrechen bereiten sollten. Mit jedem weiteren Abschnitt werdet ihr jedoch vor komplexere Herausforderungen gestellt, die sowohl eure kognitiven Fähigkeiten als auch eure akkurate Fingerakrobatik auf die Probe stellen werden.

Wer nun ein ausuferndes, multidimensionales und spektakulär inszeniertes Zwischenwelten-Feuerwerk mit zahlreichen Fähigkeiten und Möglichkeiten erwartet, hat sich aber leider ein wenig geschnitten, denn in den jeweiligen Kapiteln stehen euch immer nur maximal zwei unterschiedliche Paralleluniversen zur Verfügung, sodass sich der spielerische Umfang dahingehend in Grenzen hält.

Dies hat aber wiederum zufolge, dass ihr mit jedem weiteren Abschnitt eine neue, aufregende und unverbrauchte Umgebung beziehungsweise Parallelwelt entdeckt, was dementsprechend stetig frischen Wind in das multiversale Spiel bringt – und ja, der Neologismus existiert bestimmt irgendwo in einer anderen Realität.

Darüber hinaus verzaubert euch What lies in the Multiverse mit seinem ausgesprochen nostalgischen Pixel-Charme, der euch förmlich in die detaillierte Spielwelt hineinzerrt. Selbst die klobig präsentierten Charaktere entwickeln im Laufe des aufwühlenden Shift-Abenteuers eine ganz eigene, unverwechselbare Persönlichkeit und wachsen euch mit zunehmender Spielzeit sogar ans Herz.

Dazu gesellen sich hervorragend geschriebene Dialoge, die euch unter anderem in Gesprächen mit NPCs tiefere Einblicke in die verworrenen Geschehnisse rund um die mysteriösen Multiversen bieten. Besonders hartnäckige Zeit-und-Raum-Reisende dürfen sich außerdem auf gut versteckte Sammelgegenstände freuen, die euch nicht nur mit spannenden Hintergrundinformationen versorgen, sondern auch ein alternatives, aber eher unspektakuläres Ende freischalten.

Durch die bequeme Kapitelauswahl im Hauptmenü besucht ihr bereits absolvierte Abschnitte erneut und könnt somit beispielsweise zuvor verpasste Collectibles doch noch ergattern, um die Sammlung zu komplettieren.

Nicht zuletzt dürft ihr euch auf eine äußert interessante, textlastige und eher an erwachsene Zocker gerichtete Handlung freuen, die euch während des sechs- bis achtstündigen Dimensions-Ausflugs garantiert zum nachdenklichen Grübeln, forschen Spekulieren und überraschenden Staunen bringen wird. Anhand einer plakativen Inhaltswarnung vor Spielbeginn werdet ihr diesbezüglich ausdrücklich über Themen wie brutale Gewalt, bedrückende Trauer und endgültigem Tod informiert.

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2 Kommentare Added

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  1. FaMe 126485 XP Man-at-Arms Gold | 03.03.2022 - 17:35 Uhr

    Danke für den Test. In GP würde ich mir das Spiel mal ansehen.

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