Assassin’s Creed Rogue Remastered

Test zum überarbeitenden Meuchelmord

Ideenloser Perspektivenwechsel

Es ist mehr als gut drei Jahre her, da erschien mit Assassin’s Creed Rogue ein wahrlich besonderer Titel zum boomenden Weihnachtsgeschäft. Die abschließende Reise zum Nordatlantik war nämlich nicht nur ein exklusives Abschiedsgeschenk an die alte Konsolengenration, sondern führte mit Shay Patrick Cormac zum ersten Mal einen zweischneidigen Charakter ein, der während eures Abenteuers überraschend die Fronten wechselte. Anfangs noch mörderisch für die „guten“ Assassinen unterwegs, bricht der Zweifelnde nach kurzer Spielzeit mit den doch „bösen“ Attentätern und fraternisiert fortan mit den einst verfeindeten Templern.

Kaum im neuen Zuhause angekommen, erwartet euch auf Templerseite ebenfalls das gleiche Szenario und ihr meuchelt euch praktisch von einem heimtückischen Mord zum nächsten, bis ihr schließlich all euren ehemaligen Verbündeten einen würdigen und ehrenvollen Abgang beschert habt. Alternative Herangehensweisen, innovative Ordens-Taktiken oder gar differenzierte Spielelemente beim hemmungslosen Eliminieren sucht ihr auch als überzeugter Templer vergeblich, sodass der zunächst vielversprechende Perspektivenwechsel leider schnell in einer spielerischen Sackgasse verkommt.

Nun erscheint mit Assassin’s Creed Rogue Remastered eine grafisch überarbeitete, technisch leicht verbesserte und mit allen DLCs erweitere Fassung, die euch einen abschließenden Blick in die Geschehnisse zwischen Assassin’s Creed III und Assassin’s Creed IV Black Flag bietet. Bleibt letztendlich die Frage zu klären, ob die fleißigen Bulgaren von Ubisoft Sofia dem damals durchwachsenen Titel durch den frischen Anstrich tatsächlich neues Leben einhauchen können oder ob sich die historische Reise schlussendlich doch nur als aufgewärmte Resteverwertung herausstellt.

Im Folgenden beschränken wir uns weitestgehend auf die grafischen Verbesserungen der überarbeiteten Fassung sowie einzelne grundlegende Aspekte des Spiels, einen ausführlichen Test zur 360-Version könnt ihr hier nachlesen.

2 Kommentare Added

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  1. Birdie Gamer 93680 XP Posting Machine Level 2 | 20.03.2018 - 13:58 Uhr

    Optisch hat sich schon was getan – Mir hat es gefallen mal die andere Seite zu spielen und das Dunkle was die Assassinen umgibt zu sehen – Leider ist der Storyline hier sehr kurz gehalten. Daher reichte es auf der One mittels Abwärtskompatibilität auch aus.




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  2. devshack 3880 XP Beginner Level 2 | 03.04.2018 - 20:12 Uhr

    Also mir hat der Teil neben BF am besten gefallen auf der PS3 und im Sale irgendwann könnte ich schon schwach werden.




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