Call of Duty: Black Ops 4: Test zum reinen Multiplayer-Shooter

Rambazamba auf der Insel

Das vermeintliche Highlight von Call of Duty: Black Ops 4 ist der neueingeführte Battle Royale-Modus „Blackout“, der insgesamt sehr stark an die Konkurrenz von Designer Brendan Greene erinnert. So springt ihr entweder alleine, im Duo oder als Squad mit eurem Fallschirm aus einem Helikopter und wählt sozusagen euren Landeplatz auf der recht großen Karte aus. Seid ihr solo oder im Doppel unterwegs, dürft ihr euch auf Spiele mit bis zu 88 Spielern freuen. Solltet ihr euch für das Viererteam entscheiden, streiten sogar bis zu 100 menschliche Spieler um den Thron.

Die abwechslungsreiche Spielwiese besteht dabei hauptsächlich aus Waldgebieten, kleineren urbanen Zonen und einigen Flussläufen. Besonders Black Ops-Veteranen werden ein zufriedenes Lächeln verspüren, wenn sie auf einige „Regionen“ aus älteren Teilen der Serie stoßen, die nun Teil der gesamten Landschaft sind. So dürft ihr unter anderem den aus dem ersten Black Ops bekannte Schießplatz akribisch nach Beute untersuchen oder stattet der etwas abgewandelten Insel „Nuketown“ einen Besuch ab. Zudem trefft ihr auf eurem Abenteuer unter Umständen auf K.I.-Zombies, die meist ein besonders wichtiges Utensil bewachen, das von euch natürlich aufgestöbert werden möchte.

Sobald ihr euren Fallschirm nach der Landung wieder zusammengepackt habt, solltet ihr schleunigst mit der Suche nach Waffen, Ausrüstung und Munition beginnen, denn hinter jeden Ecke könnte schon der nächste Gegner lauern, der euch unbarmherzig in die ewigen Jagdgründe befördern könnte. Dabei solltet ihr auch stets ein wachsames Auge auf den immer wiederkehrenden „Drop“ haben, da sich in den Kisten meist spezielle Ausrüstung finden lässt. Aber Achtung: Ihr seid sicherlich nicht der Einzige, der auf die besondere Beute abgesehen hat.

Nach und nach stellt ihr demnach euer Arsenal zusammen, kleidet euch mit schusssicheren Westen und baut verschiedene Visiere auf eure Wummen, um euren Feind präzise aufs Korn zu nehmen. Durch die verhältnismäßig „kleine“ Insel kommt es bei vollen Servern relativ zügig zu Gefechten, sodass der reine Actionanteil deutlich höher ist als beispielsweise bei der Konkurrenz. Das schnelle Spielgeschehen sorgt außerdem für aufregende Partien, eine packende Atmosphäre und jede Menge Spielspaß.

Typisch für den Battle Royale-Modus verringert sich nach zwei Minuten die Karte und zwingt die Spieler, sich in einen vorgegebenen Radius zu begeben. Je kleiner der Radius geworden ist, desto geringer fallen die zeitlichen Abstände aus, sodass das ohnehin hohe Tempo gegen Ende hin spürbar beschleunigt und euch zu unausweichlichen Gefechten zwingt.
Doch die Entwickler haben sich nicht nur gekonnt bei der Konkurrenz bedient, sondern auch einige eigene Ideen in das Spiel integriert. So könnt ihr unter anderem verschiedene Koffer einsetzen, die euch vielfältige Fähigkeiten verleihen. Setzt ihr beispielsweise den „Schleicher“ ein, könnt ihr euch bei geduckter Haltung schneller bewegen, mit „Sanitäter“ heilt ihr euch und andere zügiger und durch den „Techniker“ erhaltet ihr deutlich sichtbare Silhouetten jeglicher Fahrzeuge und Gegenstände.

Des Weiteren könnt ihr euren Hintern nicht nur auf Fahrzeuge schwingen, sondern euch auch hinters Steuer eines Helikopters klemmen, mit dem ihr dann mühelos und „vogelfrei“ die Insel erkunden könnt.

Einzig allein die Tatsache, dass ihr während des Laufens nicht in eure Ausrüstung schauen könnt, stößt ein wenig sauer auf und könnte unter Umständen zu nervigen Frustmomenten führen, da ihr stets ein ruhiges Plätzchen zum Aufräumen eures Rucksackes suchen müsst – und gerade dann wird man womöglich wehrlos dem Erdboden gleichgemacht.
Insgesamt macht „Blackout“ höllisch Laune und kann aufgrund des höheren Spieltempos und der deutlich besseren technischen Umsetzung – 4K mit stabilen 60fps ohne größeren Bugs – die hartnäckige Konkurrenz zweifelsohne hinter sich lassen.

11 Kommentare Added

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  1. Souljahking33 0 XP Neuling | 17.11.2018 - 02:31 Uhr

    The Bad: Wenige Abstürze während der Online-Partien

    Ich hatte bis jetzt keinen einzigen Absturz?

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  2. Thegambler 0 XP Neuling | 17.11.2018 - 08:03 Uhr

    „Laut einer Analyse seitens des Herstellers gingen die Zahlen derjenigen, die die Story-Kampagne in den letzten Jahren erfolgreich abschlossen, derartig steil bergab, sodass diese „radikale“ Konsequenz eigentlich nur logisch erschien – zumindest für Activision. Dennoch dürfte nicht jeder mit dieser endgültigen Entscheidung konform sein und so manch einer wird sich eventuell nach Alternativen umschauen.“

    Das liegt aber eher an der sinkenden Qualität der Singleplayerkampagne von Call of Duty. Activision sollte mal eine Kampagne mit 10 Stunden Spielspass und hohen Widerspielwert raushauen.

    Das wäre mal ein Ding!

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    • IceNik87 310 XP Neuling | 03.12.2018 - 09:16 Uhr

      BO1 und 2 fand ich die Kampagne ziemlich gut. Story war sehr interessant. aber BO3 hab ich es nie geschafft länger als 15 Minuten zu spielen. Da wirkte die Story so unbedeutend und hat ja leider nicht an die Vorgänger angeknüpft, was ich ziemlich schade finde

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  3. Eminenz 0 XP Neuling | 17.11.2018 - 08:22 Uhr

    “ gelungene Grafik“ – der war gut.
    Zu Zeiten eines rdr2 oder AC:O sieht das Game mit seiner 2013er crap engine einfach nur zum kotzen aus.
    Da bekommt man ja Augenkrebs.
    Aber copy paste klappt bei der Reihe ja eh jedes Jahr aufs neue sehr erfolgreich.

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  4. Morgoth91 83415 XP Untouchable Star 2 | 17.11.2018 - 08:53 Uhr

    Test gibt einen guten Überblick über die Inhalte des Spiels und zeigt schön einige der Neuerungen innerhalb der Reihe sowie Unterschiede zur Konkurrenz. Wirklich eine sehr gelungene MP Erfahrung, das einzige was bei mir den Spielspaß trübt ist das spawnsystem. Zu oft bin ich schon in der direkten Nähe von Gegner erschienen und war direkt wieder Tod mit den ersten Schritten.
    Für das was es sein will, kann ich die Wertung vollkommen nachvollziehen. Leute die CoD nicht mögen werden auch mit diesen Teil nicht warm werden und die hater schreiben eh immer dieselben Kommentare ohne sich mit dem eigentlichen Titel zu beschäftigen.

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  5. Puma 121305 XP Man-at-Arms Bronze | 17.11.2018 - 09:16 Uhr

    Auch wenn’s ein MPGame ist, ohne einer geilen aKampagne uninteressant !!!!

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  6. BLACK 8z 50665 XP Nachwuchsadmin 5+ | 17.11.2018 - 11:06 Uhr

    Ich war auch mal so dass ohne Solo Kampagne nichts ging. Im Grunde bin ich immer noch so aber bei Cod sind die Kampagnen immer schlechter geworden und ich spielte da auch schon lieber MP als das Zeug. Vor allem die Zukunfts-Cods haben mich Kampagnentechnisch total enttäuscht. MW waren gut und zuletzt WW2 hat mir auch gefallen. Alles dazwischen war naja oder totalabsturz.
    BO4 werd ich aber trotzdem auslassen, hab genug von dem Zukunftssettings.
    Was ich mich allerdings Frage, wieso der Preis dafür dann nicht etwas günstiger wurde? Eine Kampagne ist sehr aufwendig, wenn die wegfällt, fällt auch einiges an Kosten weg.
    Wieder mal ein Beispiel von Profitgier. Sowas gäbe es bei Project Red z. B. nicht.

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  7. Manuetrix 0 XP Neuling | 25.08.2020 - 05:56 Uhr

    Ja leider schlechter Singelplayer Mod, dennoch spiele ich es immernoch online?

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