Rad Rodgers

Test zum nostalgisch getrimmten Jump ´n` Run

Super Classic Entertainment

Ein kleiner, unschuldiger Junge wollte sich nach einem vermutlich harten Schultag verdientermaßen entspannen und schaltete zu Hause erstmal sorgenfrei die heißgeliebte Videospielkonsole an. Doch bereits nach kurzer Zeit wird der ahnungslose Jungspund buchstäblich in den grellen Bildschirm gezerrt und völlig orientierungslos in eine virtuelle Alternativwelt verfrachtet. Erfreulicherweise ist er dort nicht alleine, denn seine schlagfertige Videospielkonsole mit dem merkwürdigen Namen Dusty schnallt sich kurzerhand auf seinen Rücken, um ihn auf seinem Abenteuer zu unterstützen.

Fortan übernehmt ihr die Rolle des furchtlosen Teenagers und springt mit eurem elektronischen Begleiter durch insgesamt neun abwechslungsreiche Spielwelten, die an bekannte Genregrößen der neunziger Jahre erinnern. Dabei springt und rennt ihr nicht nur über Stock und Stein, sondern nehmt es zugleich mit fiesen Schurken auf, entdeckt zahlreiche Geheimräume, sammelt fleißig grüne Edelsteine und bringt den bleihaltigen Lauf eurer gnadenlosen Wumme zum sprichwörtlichen Glühen. Parallel dazu werdet ihr von eurer redegewandten Rucksack-Konsole Dusty mit lustigen Sprüchen bestens unterhalten, obwohl diese nach mehrmaligen Wiederholungen nicht mehr überraschen können.

Die hübsch gestalteten Levels versprühen sofort einen ganz eigenen Charme und glänzen durch vielzählige, liebevoll gezeichnete Details, sodass ihr während eures humorvollen Hüpfunterfangens an nahezu jeder Stelle etwas zu bestaunen habt. Ganz egal ob ihr die idyllisch sprudelnden Wasserfälle bestaunt, auf saftig grünen Pflanzenauswucherungen herumtollt oder fröhlich über waghalsig aufgestellte Pfahlbauten springt, die Vielfalt des prächtigen Level-Designs kann sich durchaus sehen lassen.

Dasselbe gilt für den ausgesprochen niedlichen Comic-Look, der dem Plattformer sehr gut zu Gesicht steht und euch spielerisch leicht verzaubern wird. Die farbenfrohe Darstellung kann von der ersten Sekunde an begeistern und dürfte sicherlich das eine oder andere nostalgische Zockerherz an die goldenen Zeiten der Jump ´n` Runs auf Videospielkonsole wohlwollend erinnern.

Dennoch lässt die überschaubare Anzahl an Gegnertypen deutlich zu wünschen übrig, da ihr bereits nach wenigen Levels alles gesehen und erfolgreich bekämpft habt. Des Weiteren stottert das Bild bei schnellen Bewegungen stellenweise, sodass ihr lediglich eure eigene Spielfigur auf dem Bildschirm wahrnehmt, alles andere drum herum aber verwaschen und undeutlich wirkt.

Wildes Herumhüpfen, dauerhaftes Ballern und pausenloses Rennen – all dies erfordert gerade bei einem Plattformer eine feingetunte Steuerung auf höchstem Niveau. Glücklicherweise kann man bei Rad Rodgers hinter diese These ganz beruhigt einen Haken setzen. Selbst in vermeintlich unübersichtlichen Situationen habt ihr dauerhaft die Kontrolle über euren Knaben und gelangt mit gezielten Eingaben problemlos zum gewünschten Ziel.

5 Kommentare Added

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  1. PureDarkness35 30570 XP Bobby Car Bewunderer | 02.03.2018 - 07:41 Uhr

    Also wenn man alle Secrets haben will und Achivements kommt man locker auf mehr als 5 Stunden. Wer durchrennt kann es in unter 60 Minuten beenden.

    Das Spiel selbst ist sehr gut. Schnelle Action, gutes Platforming, knackige Secrets und eine Menge Nostalgie.




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    • XxXInFlamesXxX 11650 XP Sandkastenhüpfer Level 1 | 02.03.2018 - 10:50 Uhr

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Falls man tatsächlich alle Secrets in den Levels entdecken beziehungsweise alle Erfolge freischalten möchte, kommt man durchaus auf mehr als 5 Stunden Spielzeit. Für unsere Bewertung beziehen wir aber nicht zwingend mit ein, ob ihr in dieser Zeit sämtliche Erfolge eines Spiels freispielen könnt.
      Für Achievement-Hunter gilt aber zu beachten, dass einige Erfolge momentan noch fehlerhaft und daher nicht freischaltbar sind (beispielsweise Welt 1-8 auf 100% bringen). Hoffentlich wird da noch ein Patch nachgeschoben.




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