My Time at Portia: Test zur knuffigen Lebenssimulation

Fazit

My Time at Portia

 
Mit My Time at Portia bekommen Fans von Lebenssimulationen und landwirtschaftlichen Abenteuern das volle Programm geboten. Das Crafting ist leicht zugänglich, verzichtet bis auf die Anfangsstunden auf allzu hartnäckigen Grind und besticht dennoch durch Tiefe aufgrund der zahlreichen Gegenstände sowie Kombinationsmöglichkeiten. Wer möchte, baut primär für sich selbst oder für die Gemeinschaft, betätigt sich als Viehzüchter, Schreiner oder Schatzjäger in den Minen der Welt.

Apropos Welt: Der Ansatz, My Time at Portia in eine postapokalyptische Zukunft zu packen, ist frisch sowie gleichermaßen gelungen. Statt euch eine düstere Geschichte à la Fallout zu präsentieren, schafft das Indie-Abenteuer eine kunterbunte Welt, über der dennoch der Schatten der Vergangenheit prangt. Die Frage, ob ihr euch den Informationen der untergegangenen Zivilisation bedienen solltet oder nicht, ist ein zentrales Element der Geschichte.

Auch abseits von Historie und Landwirtschaft bietet My Time at Portia genug Abwechslung. Ihr baut euer Haus aus, richtet es ein, entdeckt die Welt sowie deren Charaktere. Handelt, nehmt Aufträge an oder geht einfach mal im Kleidergeschäft shoppen. Die NPCs verfügen über eigene Tagesabläufe, gehen ihren Geschäften sowie ihrer Freizeit nach und sind immer bereit für ein Pläuschchen. Verbessert die Beziehung zu ihnen, macht ihnen Geschenke – und vielleicht findet ihr dabei den Partner fürs virtuelle Leben.

My Time at Portia bietet euch ein entspanntes, gelungenes Indie-Abenteuer, welches euch über viele Stunden aus dem stressigen Alltag entlassen wird. Klar, es hätte für erfahrene Spieler fordernder ausfallen können und auch technisch ist es nicht ganz auf der Höhe der Zeit angekommen. Dafür bietet es abwechslungsreiches Gameplay für die ganze Familie und eignet sich ideal, um auch mal mit den Kleineren zusammen zu zocken.

  • Singleplayer: 8.0
  • Multiplayer: -/-
  • Graphic: 7.0
  • XboxLive: -/-
  • Sound: 7.0
  • Control: 7.4
  • Overall: 7.8
  • Game Time: ca. 30+ Stunden
  • Speech: -
  • TV TEXT: Deutsch
  • Censor:
  • Qualified:
  • Letze Worte:

    "Niedliche Lebenssimulation mit Abwechslung und Tiefgang."

The Good

  • Zauberhafte Atmosphäre für große und kleine Gamer
  • Gelungenes Crafting-System
  • Zahlreiche Rohstoffe, Maschinen, Verbrauchs- und Gebrauchsgegenstände erstellbar
  • Haus kann ausgebaut, repariert und verschönert werden
  • Gesellschaftliche Interaktionen mit NPCs bis hin zur Familiengründung
  • Gelungener Mix der Spielmechaniken
  • Ressourcenabbau in Minen mit Schürflizenz
  • Tiere ebenfalls halt- und züchtbar
  • Zahlreiche Quests
  • Zeitkritische Wirtschaftsaufträge sorgen für Herausforderungen
  • Viel zu entdecken und zu erleben
  • Gut erklärter Einstieg sowie ausführliches Handbuch
  • Bewohner gehen eigenständigen Tagesabläufen nach

The Bad

  • Kein manuelles Speichern möglich
  • Lange Ladezeiten bei Gebieten und Gebäuden
  • Anfänglicher Grind
  • Unscharfe Texturen
  • Fehler bei der deutschen Übersetzung
  • Kampfsystem ohne Anspruch
  • Dungeons und Minen zu eintönig
7.8

15 Kommentare Added

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  1. Hammer 45195 XP Hooligan Treter | 30.04.2019 - 22:38 Uhr

    Hört sich nach nem schön Aufbau/crafting Spiel an hätte es mir auch fast geholt

    0

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