World War Z: Test zum nervenzerfetzenden Koop-Erlebnis

Left 4 Dead 3.0

World War Z

Anders als bei “Left 4 Dead” kommt “World War Z” nicht nur mit einer Koop-Kampagne, sondern auch mit einem kompetitiven Mehrspielermodus daher. In bekannten Spielmodi wie “King of the Hill” oder einer Abwandlung vom beliebten Team-Deathmatch bekommt ihr es nicht nur mit menschlichen Spielern zu tun, sondern dürft eine Horde von Zombies zu eurem Vorteil nutzen. Mehr als ein Beiwerk für Zwischendurch ist der Multiplayer aber nicht, dafür fehlt es an innovativen Elementen und einem ausgewogenen Balancing. Wer viel spielt, schaltet dementsprechend bessere Waffen frei, was sich auf dem Schlachtfeld viel zu stark auswirkt. Anfänger werden schnell frustriert den Controller zur Seite legen.

In “Left 4 Dead” gab es, außer dem Töten von Zombies, nicht viel mehr zu tun. Schlägt sich “World War Z” in Sachen Missionsdesign besser? Ganz ehrlich: nicht wirklich, denn getreu dem Motto “Besser gut kopiert, als schlecht selbst gemacht” wurden die altbackenen Aufgabenstellungen einfach übernommen.

Um die Episoden der Kapitel erfolgreich abzuschließen, müsst ihr entweder gewisse Personen aufspüren, Überlebende beschützen oder einfach aus von Zombies befallenen Orten fliehen. Hier hätte etwas mehr Tiefgang dem Spiel wirklich gutgetan, denn auch die Aufgaben in den schlauchartigen Missionen kommen über ein einfallsloses “Drücke Schalter X” oder das ausgelutschte “Durchsucht die Leichen nach dem passenden Schlüssel” nicht hinaus.

Glücklicherweise wurde vom amerikanischen Entwickler nicht nur kopiert, sondern auch das ein oder andere eigene Feature in das Koop-Gemetzel integriert. Das wohl größte Unterscheidungsmerkmal zum “älteren Bruder” ist das Fortschrittsystem von “World War Z”. Durch das Absolvieren von Episoden und das Killen von gefräßigen Zombies schaltet ihr Erfahrungspunkte für die verwendete Klasse und die genutzten Waffen frei. Durch den Levelaufstieg könnt ihr neue Perks für eure Spezialisten freischalten oder verbesserte Schießeisen kaufen. Dafür benötigt ihr Credits, die ihr für das Abschließen von Missionen ergattern könnt. Mikrotransaktionen gibt es übrigens aktuell nicht – gut so!

Für die Kampagne stehen sechs verschiede Charakterklassen zur Auswahl: Vom klassischen Soldaten (Revolverheld), über einen Sprengstoffspezialisten (Höllenfürst) bis hin zum Meister der Gruppenkontrolle (Schädlingsbekämpfer) ist für jeden der passende Typ dabei. Auch ein klassischer Medic ist natürlich mit an Bord, um die Wunden der gebeutelten Überlebenden ausreichend zu versorgen.

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