Get Even: Test zum mysteriösen Aufenthalt in einer Anstalt

Fazit

 

Get Even verfolgt seinen ganz eigenen Stil. Wirkt frisch und wirft euch in eine Geschichte, die einerseits sehr verwirrend ist, auf der anderen Seite jedoch sehr fesselt. Schließlich wollt ihr herausfinden, wie ihr in diese skurrile Situation geraten seid.

Und hier liegt das Hauptspielprinzip von Get Even begraben. Ihr wandelt als Ermittler durch eure eigenen Erinnerungen und versucht die einzelnen Puzzleteile zu einem ganzen Bild zusammenzusetzen. Leichter gesagt, als getan, denn ständig wandelt ihr zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie der Realität und der Fiktion.

Zusammen mit der verworrenen Geschichte müsst ihr das Spiel sehr intensiv verfolgen, damit ihr nicht komplett den Überblick verliert. Nach und nach setzten sich die Fitzel jedoch zusammen und ergeben ein immer klareres Bild. Zu diesem Zeitpunkt seid ihr jedoch schon einige Spielstunden unterwegs.

Die Spieldauer hängt stark von eurem eigenen Interesse ab. Die meist düsteren Umgebungen bieten viele Erkundungsmöglichkeiten und in weitläufigen Arealen seid ihr bei eurer Vorgehensweise uneingeschränkt. Feinde dürfen somit in ein offenes Feuergefecht verwickelt werden, oder ihr murkst die Widersacher kurzerhand unentdeckt ab.

Euer wichtigstes Hilfsmittel ist dabei euer Smartphone, das euch gleich eine Vielzahl von Funktionen übergibt. Zudem dient es als Aufsatz für eure Hauptwaffe, die nicht nur geradeaus feuern kann, sondern auch um Ecken oder über Deckungen. Die Bedienung ist allerdings etwas schwerfällig und sorgt zusammen mit unkreativen Computergegnern für überschaubare Action während eurer seltenen Feuergefechte.

Musikalisch trimmt Get Even die Horroratmosphäre durch verrückte Klänge weiter an, die teilweise etwas nerven können. Ansonsten ist die Soundkulisse solide umgesetzt, ohne große Akzente zu setzen. Da können die hübschen Licht- und Schatteneffekte mehr überzeugen. Doch auch grafisch macht das Spiel im Gesamten betrachtet, nur einen durchschnittlichen Eindruck. Matschige Texturen und sehr sterile Kulissen zeichnen eure Wege.

Zudem erwartet euch sehr viel Lesearbeit. Erst das Studieren unzähliger Dokumente bringt Licht ins Dunkle, wenn ihr tiefer in die Geschichte eintauchen wollt. Als weiteren Lesestoff kommen die deutschen Untertitel hinzu, da an einer deutschen Synchronisation gespart wurde. Einige Spielelemente hätten noch etwas Feinschliff verdient und technisch wäre ebenfalls wesentlich mehr möglich gewesen.

Get Even ist anderseits auch kein Vollpreistitel, was gewisse Abstriche vertretbar macht. Der Umfang passt jedenfalls und erhöht den Wiederspielwert durch eine alternative Story nach Abschluss der Hauptkampagne. Sofern euch die Mischung aus Horrorspiel, Detektivarbeit und Rätseln nicht von vornherein abschreckt, dürft ihr Get Even getrost eine Chance geben. Im Gegenzug erhaltet ihr ein sehr außergewöhnliches Abenteuer aus der Egoperspektive, dessen kreativen Ansätze frischen Wind in das recht festgefahrene Genre bringt.

  • Singleplayer: 8.4
  • Multiplayer:
  • Graphic: 7.4
  • XboxLive:
  • Sound: 7.0
  • Control: 7.2
  • Overall: 8.2
  • Game Time: +7
  • Speech: Englisch
  • TV TEXT: Deutsch
  • Censor:
  • Qualified:
  • Letze Worte:

    „Außergewöhnlicher Ego-Shooter mit beklemmender Atmosphäre, einer skurrilen und packenden Geschichte, aber auch einigen Schwächen.“

The Good

  • Skurrile, aber packende Story
  • Abwechslungsreiche Spielelemente
  • Dichte Atmosphäre
  • Unvorhersehbare Ereignisse
  • Einige Schockmomente
  • Knifflige Rätsel
  • Tolle Licht- und Schatteneffekte
  • Freiheiten bei euren Entscheidungen
  • Gutes Preisleitungsverhältnis

The Bad

  • Zu viel Lesearbeit
  • Langweilige Passagen
  • Sterile und eintönige Umgebungen
  • Teils fummelige Waffenkontrolle
  • Unkreative KI-Gegner
  • Verwaschene Texturen
  • Keine deutsche Sprachausgabe
8.2
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4 Kommentare Added

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  1. JoWe81 39455 XP Bobby Car Rennfahrer | 21.06.2017 - 16:23 Uhr

    Ist GetEven denn VR-optimiert? Würde ja total passen ;-P
    Danke für den Test, hört sich sehr interessant an – auch schön mit der alternativen Story nach Abschluss der Hauptstory

    0
  2. Thoridias83 46730 XP Hooligan Treter | 26.06.2017 - 16:42 Uhr

    Schöner Test. Aber für mich ist sowas düsteres nix mehr. Muss ja auf mein Herz Achten ich hab ja schließlich Familie ??

    0

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