Watch Dogs: In Chicago wird gehackt was das Zeug hält

Grafik hält dem Hype nicht stand Technisch sch

Technisch scheitert Watch_Dogs an dem selbst kreierten Hype, dem der Titel seit der E3 2012 ausgesetzt ist. Die damaligen Szenen zeigten eine unglaublich lebendige und detailreiche Welt – und machten heiß auf die neuen Konsolengenerationen. Zwei Jahre später kehrt Ernüchterung ein. Klar, Chicago ist immer noch lebendig wie kaum eine offene Welt in einem Spiel zuvor. Da sitzen Straßenkünstler mit Bongotrommeln in Hauseingängen, Jungs kicken in Hinterhöfen mit dem Fußball und Bauarbeiter gönnen sich abseits der Baustelle ein Techtelmechtel mit der Liebsten.

Auch die Regeneffekte, die funkelnden Lichter der Stadt bei Nacht und die in die Häuserschluchten fallenden Strahlen der aufgehenden Sonne sehen beeindruckend aus. Doch ist es erstmal Tag, zeigen sich schnell die schwachen Seiten der Grafik. Dann bekommt ihr detailarme Straßenbilder geboten, seht grob aufgelöste und langweilige Texturen. Auch die Mimik der Protagonisten hätte ruhig detaillierter ausfallen können.

Gleiches gilt für die Physik des Spiels. Vor allem die Fahrmechanik gestaltet sich so schwammig und ungenau wie in kaum einem anderen Open World Game. Teilweise liegen die Flitzer wie auf Seifenlauge auf der Straße. Prallt ein Wagen gegen ein Hindernis und überschlägt sich, schießt er fast wie ein Flummi durch die Luft. Von der Next-Gen-Pracht ist leider nicht mehr viel übrig. Watch_Dogs sieht nicht schlecht aus, keine Frage. Der Ausdruck „solide“ hat jedoch den Ausruf „revolutionär“ ersetzt.

Das setzt sich bei der musikalischen Untermalung fort. Auf zahlreiche Radiostationen müsst ihr leider verzichten. Stattdessen erwartet euch eine Songauswahl, die nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Auch Brian Reitzell’s Soundtrack (Lost in Translation) ist gut, aber nicht überragend. Dafür können die deutschen Synchronsprecher überzeugen. Sie machen ihren Job ordentlich und bringen die Emotionen der einzelnen Szenen  gut rüber.

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