One Piece: World Seeker

Test zum bunten Manga-Adventure

Nichts Halbes und nichts Ganzes

One Piece World Seeker

Wer die Zielperson entdeckt oder die nötigen Materialien gesammelt hat, macht sich am besten auf den Weg zurück zum Auftraggeber. Dank Schnellreise-Funktion umgeht ihr langwierige Märsche äußerst elegant und vor allem zeitsparend. Als Belohnung warten neben diversen Items auch Fertigkeitspunkte auf den schlaksigen Pirat mit Sixpack.

Einen typischen Stufenaufstieg gibt es bei “One Piece: World Seeker” zwar nicht, nutzlos sind die erlangten Punkte aber keinesfalls. So könnt ihr die verdienten Fertigkeitenpunkte im Spielmenü gegen neue Fertigkeiten eintauschen. Hier fühlt sich das Spiel dann wie ein Rollenspiel an, denn durch das Verteilen der Fertigkeiten entwickelt sich Ruffy je nach Spielweise zu einer brachialen Nahkampfmaschine oder einem lautlosen Seeräuber, der lieber aus dem Verborgenen angreift.

Zwischen den Missionen könnt ihr beliebig durch die Welt rennen, kämpfen, springen oder euch mit euren Gum-Gum-Armen durch die Bäume sowie Häuserschluchten hangeln. Dabei werdet ihr immer wieder auf seltsam leuchtende Items stoßen. Die drei Farben Weiß, Lila und Orange kennzeichnen dabei ihre Seltenheit von normal bis sehr selten.

Im späteren Spielverlauf dürft ihr euch als Schneider oder Schmied versuchen und die gesammelten Objekte zu Kleidung beziehungsweise nützlichen Ausrüstungsgegenständen verwerten. Für das Herstellen solcher Utensilien benötigt ihr aber Pläne, die es für das erfolgreiche Abschließen von Missionen gibt.

So schmiedet ihr beispielsweise Ringe, die euren Angriffswert in die Höhe schnellen lassen oder fertigt einen Gürtel an, der eure Verteidigungswerte erhöht. Leider dürft ihr nicht überall auf der Welt “craften”, sondern müsst hierzu immer wieder zur “Sunny” – eurem Piratenschiff – zurückkehren. Generell wirkt das Verarbeiten von Items nur rudimentär. Hier hätte es auch gereicht, die Items in der Welt zu verstecken oder sie zufällig als Boni zu verteilen.

Wie es sich für ein ordentliches Adventure gehört, bleiben eure Taten nicht (komplett) ohne Folgen. So haben die Entwickler das sogenannten “Karma-System” in das Spiel integriert. Dort könnt ihr den Beziehungsstatus zu sämtlichen Charakteren checken und deren Bedingungen einsehen, um eure Bindung zu festigen.

Schließt ihr Herausforderungen ab, die mal mehr oder weniger mit der Person zu tun haben, könnt ihr versteckte Missionen oder spezielle Zwischensequenzen freischalten. Für Fans könnte dies sicherlich ein Anreiz sein, sämtliche Nebenmissionen zu meistern, für alle anderen ist es nicht mehr als ein nettes Gimmick.

4 Kommentare Added

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  1. Crusader onE 18345 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 13.03.2019 - 20:09 Uhr

    Oha. Liest sich ja deutlich, deutlich besser als gedacht. Dann wird’s im Sale mal geholt 🙂

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  2. Rapza624 39305 XP Bobby Car Rennfahrer | 16.03.2019 - 17:37 Uhr

    Habe gerade die ersten 25 Minuten in eurem Video gesehen und jetzt auch das Fazit hier gelesen. Hört sich ganz ok an, wobei mich monotones Missionsdesign und leere Welt in einem Open World Spiel allerdings ein wenig abschreckt. Da ich auch den Anime nicht wirklich verfolge, werde ich das Spiel wohl auslassen.

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  3. Thoridias83 24650 XP Nasenbohrer Level 2 | 19.03.2019 - 09:43 Uhr

    Schön geschriebener Test ! Bin aber eher weniger der Fan von Ruffy und co. Daher wird es bei mir auch eher ein Spiel das nicht bei mir landet. Aber jeder der damit Spaß und Freude hat dem sei es natürlich gegönnt

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