Fortnite: Nach Blizzard-Skandal: Epic Games bestraft niemanden für politische Meinung

Fortnite Spieler müssen keine Angst haben, ihre Ansichten kundzutun. Entwickler Epic Games steht hinter den Fans.

Videospiele und Politik passen nicht immer gut zusammen. Wo sie aufeinandertreffen, gibt es meist hitzige Diskussionen. Altersfreigaben, Zensur, Symbole und selbstverständlich das Schlagwort „Killer-Spiele“. Auch Sucht ist besonders in Bezug auf Free-to-Play-Titel immer häufiger ein Thema.

Doch wie sieht es aus, wenn Spiele oder Spielveranstaltungen von den jeweiligen Teilnehmern als politische Plattform genutzt werden? Für Blizzard und Epic Games gibt es da keine Unklarheiten und ihre Standpunkte könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch fangen wir vorne an.

Was ist passiert?

Seit Monaten gibt es immer wieder Proteste in Hong Kong. Die Forderung, grob zusammengefasst: Unabhängigkeit von China und seiner kommunistischen Regierung. Einer der Unterstützer dieser Forderung ist Chung Ng Wai, im eSports Bereich besser bekannt als Blitzchung. Nach einem Hearthstone-Match bei einem Turnier in Taiwan rief er während eines Interviews „Liberate Hong Kong, revolution of our age„.

Der Slogan, der erstmals 2016 aufkam, war für den Entwickler Blizzard ein absolutes No-Go. Blitzchung wurde sein Preisgeld aberkannt und er wurde für ein Jahr von Hearthstone-Turnieren ausgeschlossen. Blizzards Begründung: Er habe die Wettbewerbsregeln verletzt, indem er den Ruf des Unternehmens als Veranstalter geschädigt habe.

Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Aufrufe zu Boykotten wurden im Internet laut und sogar ein Senator aus Oregon warf Blizzard Zensur vor.

Ebenso kam die Frage auf, wie Epic Games auf einen solchen Zwischenfall reagieren würde, immerhin ist das Unternehmen seit 2012 zu 40 % in der Hand von Tencent, Chinas größtem Videospielpublisher.

Das Statement von Epic ist unmissverständlich:

„Epic unterstützt jedermanns Recht, seine Ansichten bezüglich Politik und Menschenrechte auszudrücken. Wir würden Fortnite Spieler oder Content Creator nicht bestrafen oder bannen, nur weil sie über diese Themen reden.“

Damit positioniert sich Epic ganz klar gegen Blizzards Herangehensweise und geht dabei sogar noch einen entscheidenden Schritt weiter, könnte man meinen. Sie akzeptieren oder tolerieren derartiges nicht bloß, sie unterstützen es. Dieselbe Nachricht teilte auch CEO Tim Sweeney via Twitter.

In der darauffolgenden Konversation betonte Sweeney noch, dass die Beziehungen zu Tencent daran auch nichts ändern werden.

„Ja, absolut. Das wird nicht geschehen, solange ich als Gründer, CEO und größter Anteilseigner da bin.“

Auch wenn nicht davon ausgegangen werden kann, dass Fortnite-Turniere zukünftig zu politischen Veranstaltungen werden, dürfte es viele Fans und Profis freuen, dass sie sich in dieser Hinsicht keine Sorgen um Sanktionen machen müssen.

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14 Kommentare Added

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  1. Pantherbuch1980 0 XP Neuling | 11.10.2019 - 09:13 Uhr

    Schon merkwürdig das man sich heutzutage dazu so klar äußern muss, obwohl es eigentlich ganz normal sein sollte.✌

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  2. dreynreh 880 XP Neuling | 11.10.2019 - 09:14 Uhr

    Tencent ist zu 40% Eigentümer von Epic. Mögen wir diese enorme politische Natürlichkeit in Live-Action sehen.

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  3. Merowinger 47820 XP Hooligan Bezwinger | 11.10.2019 - 09:24 Uhr

    Tencent ist ebenso an ActivisionBlizzard beteiligt und Blizzard ist der größte und mächtigste Entwickler gerade in der eSport Szene. Kann schon verstehen, dass die ihr Produkt nicht für politische Zwecke missbraucht sehen wollen, dass gehört da einfach nicht hin, egal welche Absicht dahinter stecken mag.

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    • dancingdragon75 158310 XP God-at-Arms Onyx | 11.10.2019 - 12:47 Uhr

      Für Freiheit kämpfen und aufzurufen ist also „politischer Zweck“ ??
      Ich nenne es Grundrecht eines jeden Menschen. Egal ob in Demokratie oder Diktatur lebend..

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  4. HungryVideoGameNerd 132475 XP Elite-at-Arms Bronze | 11.10.2019 - 09:29 Uhr

    Ich hoffe ja das die leute nicht nur reden mit ihrem „blizzardboycott“ und vielleicht auch einfach mal konsequent sind und nicht das neue call of duty kaufen.

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    • doT 74100 XP Tastenakrobat Level 2 | 11.10.2019 - 10:48 Uhr

      Dat wäre dann aber „Activisionboycott“ 😛

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    • Lord Maternus 198980 XP Grub Killer God | 11.10.2019 - 20:05 Uhr

      Und genau das wird eben nicht funktionieren. Empört sein ist immer leicht, solange man nicht auf den eigenen Komfort, Spaß oder Statussymbole verzichten muss. Leider leider.

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  5. Thoridias83 47510 XP Hooligan Bezwinger | 11.10.2019 - 14:16 Uhr

    Die Frage ist natürlich was in dem Vertrag des Jungen Herren steht. Natürlich ist kein feiner Zug von Blizzard aber ich denke da niemand wirklich weis was im Vertrag drin steht sind es immer zwei Seiten die zu sehen sind.

    Auch wenn die Firmen meist nicht die guten sind ?

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    • Robilein 760710 XP Xboxdynasty All Star Silber | 13.10.2019 - 06:13 Uhr

      Finde ich nicht. Er hat mehrmals gecheatet und auch nach dem Ärger nicht aufgehört. Hat die Cheats dazu noch verkauft. Da ist er selber schuld.
      Da finde ich es schon schlimmer meiner eigenen Meinung nicht kundtun zu dürfen.

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