Metro Exodus: Grafikvergleich und Performance Analyse

Metro Exodus ist noch nicht einmal erschienen und dennoch gibt es erste Analysen, welche Version von 4A Games neuem Spiel wohl die Schönste sei. Zum Vergleich treten an die Versionen für Xbox One X, PlayStation 4 Pro und den PC.

Schon die beiden Vorgänger von Metro Exodus waren für ihre Atmosphäre und ordentliche Technik bekannt. 4A Games hatte diese mit der eigenen Grafikengine befeuert. Selbst die nur überarbeiteten Versionen waren auf den aktuellen Konsolen immer noch überzeugend. Deswegen waren natürlich die Erwartungen an das aktuelle Projekt hoch.

Die Grafik der Metro Teile war schon früher ein wunderbares Beispiel für exzellent programmierte Lichteffekte. Für Exodus wurde weiter an ihr gefeilt, um einen vollständig physikbasierten Ansatz beim Rendern zu verfolgen. Im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es in Metro Exodus einen Wechsel aus linearen Bereichen und Abschnitten in der offenen Welt. Das ermöglichte dem Team von 4A deutlich kreativer mit Licht zu spielen.

In den linearen Levels gibt es immer noch den gewohnt unheimlichen und gruseligen Look und dieser wird durch das atmosphärische Lichtmodell weiter intensiviert. Allerdings sind es die Open-World-Abschnitte, welche die Fortschritte aufzeigen. Regen und Sandstürme sind nur zwei Beispiele für die neue Integration von Wettereffekten. Diese beeinflussen die Umgebung dynamisch. Je nachdem, ob der Regen wieder nachlässt oder sogar stärker wird, sind die Auswirkungen direkt sichtbar.

Dabei stechen die Schneestürme und der damit einhergehende Schnee noch einmal besonders heraus. Die Effekte dabei sind schlicht fantastisch. Es wurde sogar daran gedacht, die daraus entstehenden Nachteile auf die Sicht des Spielers einzubauen.

Die Post-Apokalyptische Welt von Metro Exodus wurde wunderschön handgefertigt und enthält eine Vielzahl verschiedenster Tiere und Gewächse. Auf der Reise erspäht der Spieler Straßen, Sumpfgebiete und vollständig von Menschen verlassene Gebäudestrukturen. Diese wurden jedoch zu Hauf von Monstern ersetzt, die immer auf der Jagd sind.

Das Spiel nutzt Reflektionen im Überfluss, sei es auf Wasserflächen oder auch nur feuchtem Matsch. Besonders wird dies durch das eigenständige Art Design. Welches dem Spiel auch seine grafische Identität verleiht.

Die Monster sind dabei eines der Highlights in Metro Exodus. Diese wurden aufwändig in verschiedenen Designs gerendert. Das Fell der Viecher verleiht ihnen dabei einen unterschiedlichen aber immer furchteinflößenden Look. Die Animationen sind passend dazu hervorragend. Was allerdings nicht immer über die Animationen von Menschen gesagt werden kann. Gerade die Gesichtsanimationen enttäuschen aufgrund mangelnder Bewegung des Öfteren. Sie sind dadurch nicht direkt schlecht, es gibt aber deutlich Besseres.

Kommen wir nochmal zum weiter oben erwähnten Lichtmodell zurück. Dieses ist komplett physikbasiert. Damit kann der Effekt direkt, zum Beispiel auf Waffen, in Echtzeit wahrgenommen werden. Physikbasierte Lichtmodelle haben sich in dieser Hardwaregeneration beständig weiterentwickelt, wurden dadurch aber auch immer komplexer. Immerhin müssen jetzt für jedes Objekt individuelle Shader entwickelt werden. Waffen sind, vom rein technischen Standpunkt, mit die komplexesten Objekte. Sie setzen sich aus verschiedenen Materialien, wie Metall, Holz oder auch Kunststoff zusammen. Zusätzlich können sie auch noch individuell durch den Spieler modifiziert werden. Diese ganzen Optionen stellen hohe Anforderungen an die grafischen Berechnungen und setzen ein entsprechend komplexes Modell voraus.

Ein Beispiel: Wenn der Spieler sich einer Lichtquelle, wie einem Feuer, annähert entstehen Schatten und Reflektionen nicht nur durch ihn und das was in den Händen gehalten wird, sondern auch darauf. Es ist nur ein kleiner aber feiner Effekt der so nicht in vielen Spielen genutzt wird. Die volumetrischen Effekte wie Wind und Rauch sehen überwiegend genauso großartig aus. Überwiegend, weil gelegentliche Transparenteffekte wie in Feuern, dagegen ziemlich blass wirken. Eine Kleinigkeit in der 4A Engine aber eine Erwähnenswerte.

Aus der rein technischen Perspektive ist Metro Exodus also ein weiteres Highlight der 4A Engine. Mit ihren Möglichkeiten komplexe Materialienshader darzustellen, der vollständigen Integration physikbasierter Berechnungen und der damit verbundenen Darstellung dieser Effekte in Sandbox Levels ist sie ein echtes Kraftpaket. Zumal dabei weder die Details noch die Wettereffekte vernachlässigt, sondern wunderbar integriert werden. Es bleibt spannend, wie sich diese Technik in Zukunft noch weiter entwickeln wird.

Wie sieht es bei Sony und Microsoft aus? Die Entwickler haben die Xbox One X als Lead Plattform ausgesucht, womit die Hardware entsprechend unterstützt werden sollte. Nach den ersten Spielstunden auf der X bestätigte sich dieser Eindruck auch. Obwohl sie nicht so schön wirkt wie die PC Version, kommt sie verdammt nahe daran. Ein großer Vorteil gegenüber den beiden anderen Versionen ist aber die deutlich stabilere Bildwiederholrate und natürlich die gegenüber der PS4 Pro höhere Auflösung. Damit stellt Metro Exodus einen weiteren Beweis für die Überlegenheit der Hardware aus dem Hause Microsoft.

Sowohl die PS4 Pro als auch die Xbox One X Version versuchen die 30 Frames zu halten und schaffen das auch überwiegend. Die Xbox bleibt dabei deutlich konstanter. Gerade in Bereichen mit vielen volumetrischen Effekten gibt die Playstation im Gegensatz zur Xbox deutlich eher auf. Auch die Texturenqualität auf der One X ist höher im Vergleich zur Sony Konsole, was aber wohl auch mit der generell höheren Auflösung zu tun hat in der die Maschine rendert.

Beim Vergleich der PC und Konsolen Versionen führt Erstere in einigen Bereichen. Die Schatten haben eine höhere Qualität. Genau wie Berechnung der Umgebungsverdeckung und die der Shader. Dennoch sind beide Konsolen Versionen wirklich hervorragend gelungen und gerade bei der Xbox One X muss schon mehrfach hingeschaut werden.

So bleibt die PC Version, mit entsprechender Hardware, als die Schönste von Metro Exodus. Was die reine Performance angeht ist aber die Xbox One X die Nummer 1. So ist dann auch die Xbox One X Version diejenige, welche empfohlen werden kann. Mit flüssigerer Framerate und höher aufgelösten Texturen im Vergleich zum Sony Mitbewerber und einer großen grafischen Nähe zur PC Version.

37 Kommentare Added

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  1. freecbe 1980 XP Beginner Level 1 | 15.02.2019 - 09:15 Uhr

    Also ich will ja so nicht über das Spiel lästern und weiß auch nicht auf was ihr testet oder die anderen testen, High End Tv oder Monitor,aber Inputlag ist so ziemlich das
    extremste was ich auf der X bis jetzt hatte und geht für mich schon in richtung
    unspielbar da kenne ich bis jetzt nur noch ein Spiel was mit so einem krassen
    Lag mithalten kann und das war Homefront.Und mich intressierts nicht im
    geringsten ob jetzt freesync oder sonstwas hat,oder mit der One X auf einem
    Pc Monitor spielt.Ist ne Konsole und die sind üblicherweise an einen Tv angeschlossen und die meisten laufen bei mir fast perfect.Aber daß is ne
    Zumutung!

    0

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