Electronic Arts

Loot-Boxen: Belgische Regierung eröffnet strafrechtliche Ermittlungen gegen EA

Belgiens Gaming Kommission hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Electronic Arts eingeleitet.

Im April hat Belgien alle Loot-Boxen in Videospielen als Glücksspiel und die Verwendung als illegal erklärt. Haftstrafen von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen in Höhe von 800.00 Euro können bei einem Vergehen verhängt werden.

Während Valve, Blizzard und beispielsweise auch 2K Games bereits alle Loot-Boxen in Belgien aus ihren Spielen entfernt hat, stellt sich Electronic Arts quer und hat weder die Teamkarten aus FIFA 18 entfernt, noch wird das Unternehmen in FIFA 19 darauf verzichten.

Jetzt gibt es Berichte, dass die belgische Gaming Kommission über die Brüsseler Staatsanwaltschaft eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet hat und EA somit vor Gericht gestellt werden könnte.

Insbesondere wurde festgestellt, dass EA seine Ultimate Team Card Packs in FIFA 18 und in der nächsten Version 19 beibehalten hat und keine Hinweise darauf gegeben hat, dass es Änderungen vornehmen wird, um das Gesetz in Belgien einzuhalten.

Basierend auf früheren Aussagen von EA-Führungskräften, wie CEO Andrew Wilson im Mai, könnte EA für einen Rechtsstreit über Loot-Boxen bereit sein, anstatt sich kampflos zu ergeben, schließlich handelt es sich hierbei um einen lukrativen Zugewinn. Wie Eurogamer bereits berichtet hat, meinte Wilson, dass EA-Spiele „ethisch und rechtmäßig auf der ganzen Welt entwickelt und implementiert wurden“ und das es nicht übereinstimmte, dass seine Spiele „als irgendeine Form des Glücksspiels betrachtet werden“. Wilson fuhr fort zu behaupten, dass seine Loot-Boxen nicht dem Glücksspiel entsprechen würden, da es keine Möglichkeit gibt die Gegenstände für echte oder virtuelle Währung auszuzahlen oder zu verkaufen.

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14 Kommentare Added

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  1. Illidan Sturmgrimm 2040 XP Beginner Level 1 | 12.09.2018 - 06:58 Uhr

    Danke Belgien.
    Brecht bitte dem Unternehmen das stand bein, bevor EA noch mehr Entwickler aufkauft runter wirtschaftet und schließt.




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    • Brokenhead 7100 XP Beginner Level 3 | 12.09.2018 - 07:05 Uhr

      Ein land wird wohl kaum etwas brinhen. Wohl eher das EA diese in Belgien wegrationalisiert ohne gegenwert. Im schlimmsten fall nimmt man den ganzen modus komplett raus. Ich glaube es geht um ultimate team oder?




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      • MCG666 27455 XP Nasenbohrer Level 3 | 12.09.2018 - 07:34 Uhr

        Das glaust du doch selber nicht.

        Die setzen sich doch nicht hin und programmieren ihren UT-Modus aus dem Game.

        Dann wird dieses einfach offiziell in Belgien nicht mehr veröffentlicht und die Belgier importieren sich FIFA19 halt aus den Nachbarländern




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  2. XLegend WolfX 8010 XP Beginner Level 4 | 12.09.2018 - 07:23 Uhr

    Können gerne alle rausnehmen man zahlt schon genug für diese Games… Das kann man bei free games machen als Unterstützung.. Ohne lootboxen mein ich..




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  3. MCG666 27455 XP Nasenbohrer Level 3 | 12.09.2018 - 07:30 Uhr

    Das mal wieder typisch für Regierungen.

    Es geht um Videospiele also hauen wir da mächtig drauf!

    Es gibt so viele Sachen überall wo gezielt auch Kinder angesprochen werden und da wird nix getan, aber die bösen Games !

    Ob es nun Panini-Bildchen, Kinderüberraschung, Pokemonkarten oder sonst welche Sachen sind wo man nicht weiß was wirklich drinnen ist. Das doch genau das selbe in Grün! Und diese Produkte zielen mit all ihren Marketing usw. genau auf die kleinen Kinder ab.

    Aber diese werden nicht verboten obwohl diese Sachen täglich von den Kindern gesehen werden, ob nun beim Einkaufen oder in der Werbung.
    Lootboxen-Werbung habe ich noch nie gesehen!

    typischer Lobbyismus.

    Wie bei den legalen Drogen. Die Zigaretten werden überall mit ewig vielen Vorschriften belegt. Keine Werbung, Ekelbilder auf den Packungen, Warnhinweise usw.
    Aber der liebe Alkohol wird mit sowas garnicht belastet. Wenn ich mir Werbung von Alkohol anschaue da wird einem jedes mal vermittelt das ein Leben mit Alkohol so schön und toll ist. Dabei ist diese Drogen vorallem für die Jugend viel gefährlicher als Zigaretten.

    Entweder man ist konzequent und behandelt alle gleich oder man soll es einfach lassen.
    Kein Verständnis für soviel Heuschelei.




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    • snickstick 85495 XP Untouchable Star 3 | 12.09.2018 - 08:58 Uhr

      Jap da haste du recht, es wir mit zweierlei Maß gemessen. Jenachdem welche Lobby stark ist wird dies geschont.
      Aber bei Ü-Ei gibt es eine Angabe auf den Loot, nämlich in jedem 7. Ei. Das entspricht 14,29% Gewinnchangse 😉




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      • MCG666 27455 XP Nasenbohrer Level 3 | 12.09.2018 - 09:39 Uhr

        Das würde ich so nicht sagen. Klar ist in jedem 7. Ei eine der Figuren der aktuellen Werbung, aber davon gibt es 10 verschiedene. Wenn du Pech hast bekommst 10 mal die selbe Figur. Oder du hast 8 der 10 und bekommst ums verrecken die letzten 2 nicht. Das ist ja was die wollen. Du kaufst immer wieder ein neues weil halt 2 fehlen.
        Das bei FIFA 1:1 das selbe nur das halt da die Auswahl um einiges Größer ist.

        Aber wollte EA nicht ab FIFA19 die Gewinnchancen mit angeben ???




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  4. Dreckschippengesicht 14115 XP Leetspeak | 12.09.2018 - 08:50 Uhr

    Ich finde es ist ein durchaus nachvollziehbarer Weg den Belgien geht. Die Frage ob er konsequent genug ist im Vergleich mit anderen Dingen wie Alkohol etc sei mal da hingestellt, da gibt es (bislang) eine andere Einschätzung die ggf durch Lobbyarbeit erzeugt wurde.
    Deswegen aber diese Entscheidung in Zweifel ziehen und mit anderen Entscheidungen zu vermengen halte ich persönlich für falsch. (Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass nicht auch EA genügend in Lobbyarbeit „investiert“, wie auch immer das vor sich gehen mag.)
    Ich würde eher sagen, dass es ein positiver Anfang ist, vielleicht folgen noch weitere Beispiele und es werden noch weitere Themen angegangen und Lobbyarbeit durchbrochen.
    Natürlich kann man sagen Spiele werden anders behandelt als Drogen, Kippen, Alk… weil es noch Menschen/Politiker gibt, die Spiele als Teufelswerk betrachten, wie früher Rockmusik verteufelt wurde.
    Nur wenn es nachweislich negative Folgen haben kann bishin zur Sucht, ein Thema damit abzutun, dass es nur Augenwischerei ist, weil es noch andere, schlimmere Themen gibt, kann auch nicht der Weg sein.
    Von daher findet jetzt Verfahren auf allgemein akzeptierte Basis statt, welches diesen Umstand bewerten wird. Und nur weil ein Konzern Mittelwelle so groß ist, dass er sich über „Gesetze“ von Ländern stellt kann es das auch nicht sein. Darauf bin ich gespannt. Ansonsten hätte die Lobbyarbeit nämlich schamlos gewonnen und Unternehmen setzen sich über Recht hinweg um aus Abhängigkeiten noch ein paar Cent Gewinn zu generieren.




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    • Duck-D 24500 XP Nasenbohrer Level 2 | 12.09.2018 - 11:58 Uhr

      Ich finde auch absolut richtig, dass die Gaming Kommission dagegen vorgeht. Dass diese sich nicht um Ü-Eier und Panini kümmert, kann man ihr echt nicht vorwerfen!!!

      Natürlich bin ich auch ein Freund von Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortung. Aber wenn mir ein Nachteil dadurch entsteht, dass ich keine Lootboxen kaufe, fühle ich mich in meiner Entscheidungsfreiheit auch wieder einschränkt. Außer ich zocke kein Fifa oder Battlefront (was sogar so ist) aber selbst dann habe ich ja eine Einschränkung treffen müssen.

      Belgien soll das mal durchziehen. Dann wird das Ganze ohnehin bald EU-rechtlich diskutiert.
      Dann ist wiederum ein größerer Markt betroffen.




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  5. HaLoFaN91 81605 XP Untouchable Star 1 | 12.09.2018 - 10:08 Uhr

    ich bin grds. auch kein Fan der lootboxen und finde die Entwicklung in Belgien gut. Die o.g. Einwände bzgl. karten-boosterpacks und ü-ei bringen einen aber dann schon zum grübeln. de facto ist es ähnlich bis identisch (zumal dir Boxen in Spielen teilweise auch wie boosterpacks aussehen.
    der Unterschied ist vllt, weil die Boxen per Computer zufallsgeneriert werden (ähnlich einem einarmigen banditen), und bei der kindersachen es nach zufallsprinzip verpackt wird und einen materiellen Gegenwert hat. bei der elektronischen Bezahlung fehlt vllt das Maß bzgl der Erkenntnis des Handels 🤔 könnte echt noch interessant werden das ganze




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  6. Morgoth91 52370 XP Nachwuchsadmin 5+ | 12.09.2018 - 11:06 Uhr

    EA wird sicherlich auch eine Rechtsabteilung haben, welche die bei der Entscheidung ihre Form der Lootboxen im Spiel zu lassen beraten hat. Die werden schon das Risiko abwägen die Klage zu verlieren, falls es überhaupt zu einer kommt. Noch sind wir ja erst bei einer Untersuchung. Das Verfahren dauert dann nochmal länger, besonders falls am Ende Berufung/Revision eingelegt wird. Bis die Rechtslage durch ein Urteil geklärt ist wird also noch einiges an Zeit vergehen in der EA dort weiter die Boxen anbieten wird.
    Ein paar Firmen haben ihre Lootboxen aus Belgien entfernt, was bisher aber nicht dazu geführt hat, dass diese auch weiteren Ländern entfernt wurden. Zumindest habe ich nichts von einer Welle an Forderungen zur Entfernung mitbekommen. Also muss ein Urteil auch nicht unbedingt Auswirkungen auf die Welt haben.




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    • Dreckschippengesicht 14115 XP Leetspeak | 12.09.2018 - 14:56 Uhr

      Wir werden sehen welchen Weg das ganze nehmen wird. Gut ist, dass das Thema jetzt über diesen Weg mal angegangen und geklärt wird. Ich kenn mich zwar im belgischen Recht nicht aus, hoffe aber mal, dass es nicht eine Frage des Geldes ist, wer hier den längeren Atem hat. Ob hier dann vielleicht sogar was grundsätzliches geklärt wird mit Auswirkungen auf andere Länder wird man sehen.




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  7. Vanderwutz 1580 XP Beginner Level 1 | 12.09.2018 - 20:46 Uhr

    Ich bezahle für Fifa 70 Euro und habe im Ultimate Team kaum eine Chance weil man Vorteile hat durch den Erwerb durch zusätzliche Karten im ingame shop!
    Durch die Mehreinnahmen im ingame shop konnte EA fast die gesamte Konkurrenz verdrängen und eine derart hohe Lizenzgebühr bezahlen für Spieler/Teams etc.
    Wer EA mit seinen ingame Shop unterstützt ist schuld das die Konkurrenz verdrängt wird .




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