Grand Theft Auto V: Eine Hommage an GTA: Warum jeder Gamer es liebt

Ein GTA-Spezial: Warum so viele Gamer das Spiel Grand Theft Auto lieben und was das dahinterstehende Erfolgsrezept von Rockstar Games ist.

Grand Theft Auto. Vor Oktober 1997 verband alle Welt mit diesen drei Begriffen nur eines: die englischsprachige Bezeichnung für die Straftat schwerer Autodiebstahl. 2021 jedoch verstehen die meisten von euch darunter 16-mal grandiosen Spielspaß und eine Spielereihe, die es wohl wie kaum eine andere schafft, die zutiefst diverse Welt der Gamer mit jeder Neuauflage an einen Tisch zu bringen.

Fragt euch selbst: Kennt ihr irgendjemanden, der GTA generell (also nicht nur Teile) gar nicht mag? Wahrscheinlich nicht, denn an dem Punkt ist GTA ein wenig wie Pizza – damit können auch die unterschiedlichsten Geschmäcker etwas anfangen.

Doch was ist das Geheimrezept, das Rockstar Games verfolgt? Warum lieben so viele Generationen mit Millionen von Gamern seit nunmehr fast einem Vierteljahrhundert dieses Spiel? Warum kehren wir immer wieder nach Liberty City, San Andreas und Vice City zurück, obwohl die jeweilige Hauptstory längst durchgespielt ist?

Wie können selbst die alten Teile noch so faszinieren, dass einige Fans jüngst in akribischer Kleinarbeit den Quellcode von GTA 3 und Vice City reverse-engineered haben? So viel bereits vorweg: Es ist die Tatsache, dass Rockstar es jedes Mal schafft, zahllose Punkte miteinander zu vereinen und dabei fast immer den richtigen Ton zu treffen.

  1. Es ist ein Spiel, das beinahe jeden Gamer-Charakter anzieht

Worauf Gamer stehen, dürfte um ein Mehrfaches vielschichtiger sein als sämtliche Spielegenres und Untergenres. Doch wo beispielsweise das frisch releaste Pacer immer „nur“ ein Rennspiel bleiben wird, wo man bei Hitman 3 immer auf schleichende Art Zielpersonen umlegen muss, ist jedes GTA immer ein Sammelsurium:

  • Shooter
  • Rennspiel
  • Simulation
  • Jump ´n´ Run
  • Prügelspiel
  • Geschicklichkeitsspiel

Diese Liste ließe sich noch verlängern, denn jedes GTA-Game hat den Charakter einer riesengroßen Wundertüte, in der für jeden etwas drinsteckt. Aber: Das ist nur ein Teil der Medaille. Was die Reihe zum Hit-Mix macht, ist die Tatsache, dass die Entwickler es hinbekommen, jedes integrierte Genre zumindest befriedigend auszuführen, manchmal sogar auf ziemlich hohem Niveau.

Wenn ihr beispielsweise bei GTA IV Nico Bellic mit Pistolen und Co. gegen eine Horde Gangster antreten lasst, dann schlüpft das Spiel in die Rolle eines passablen Shooters – nicht so perfekt wie manch reiner Shooter, aber spaßig und gut kontrollierbar. Und wenn ihr gleich danach irgendeine arme digitale Seele aus ihrem Auto zieht, um den Ort des bleihaltigen Spektakels zu verlassen, wird das Game zu einem ebenfalls zumindest passablen Rennspiel.

Klar, wenn ihr bei GTA: San Andreas CJ auf ein BMX-Bike steigen lasst und damit Tricks durchführt, dann ist das weniger umfangreich wie das alte Mat Hoffman’s Pro BMX 2. Aber dennoch ist es eine mehr als bloß oberflächlich integrierte Spielvariante.

Diese Vorgehensweise zieht sich wie ein roter Faden zumindest durch alle dreidimensionalen GTA-Varianten (ab GTA III): Viele mindestens brauchbar integrierte Genres unter dem Dach eines Spiels.

  1. GTA kann auf so viele Arten durchgespielt werden

Diese Vielfalt deckt sich auch mit der möglichen Vorgehensweise. Dass GTA, vor allem in seinen Anfangszeiten, den Open-World-Gedanken neu definierte, war und wird immer ein Geheimrezept sein – so weit und offen, wie die Welt des jeweils aktuellen GTA, sind nur wenige Spiele.

Hinzu kommt, dass euch weitgehend freigestellt ist, wie ihr das Game durchzieht. Selbst, was die Hauptstory anbelangt, gibt es nicht immer nur lineare, vorgegebene Wege. Und spätestens dann, wenn die, GTA-typisch, zunächst gesperrten Kartenregionen freigespielt (oder frei-gecheatet) wurden, ist es möglich, die Story gänzlich beiseite zu legen und sich nur noch anderen Dingen zu widmen.

Auch kommt hier noch hinzu, dass sich die Entwickler für die Hauptstory immer etwas einfallen lassen, damit es nicht langweilig wird:

  • In der einen Mission geht es nur um fahrerische Geschicklichkeit und Tempo („All we had to do was follow the damn train, CJ“),…

  • …in der nächsten müsst ihr in bester Sam-Fisher-Manier durch die Gegend schleichen,…
  • …nur um in der dritten Mission mehr Blei zu spucken als ein Vulkan Lava.

Das sorgt dafür, dass niemals Langeweile aufkommt. Selbst wenn die aktuelle Mission zu knifflig ist, frustrierend und nervig, besteht immer die Gewissheit, dass in der nächsten ein anderer Schwerpunkt gesetzt wird. Und wenn ihr zwischenzeitlich Lust habt, speichert ihr ab und versucht, auf der höchsten Fahndungsstufe so lang wie möglich zu überleben. Hand hoch, wer das noch nie in GTA versucht hat.

  1. Jedes Spiel ist vollgepackt mit Quests und Nebenmissionen

Es wäre eine Sache, wenn ihr in GTA die Möglichkeit hättet, die Hauptmissionen nach Belieben anzugehen und zwischenzeitlich die Welt zu erkunden. Aber wenn wir ehrlich sind, würde das irgendwann langweilig werden – ziellos durch die Gegend fahren, fliegen, Passanten verprügeln und sich mit den Cops anlegen macht nur eine Zeitlang Spaß.

Doch schon lange, eigentlich sogar seit Part 3, ist GTA nicht so. Egal ob es darum geht, möglichst weit mit zu springen, zu trainieren, anderen Gangs ihre Reviere abzuluchsen, sich mit der schönsten Nebensache der Welt zu befassen, oder Taxi zu fahren: Jedes GTA ist picke-packe-voll mit Nebenmissionen, Quests und anderen Aufgaben, die das Spielen spannend halten.

Bei GTA V beispielsweise habt ihr das Spiel durch Erfüllung der Hauptmissionen zu lediglich 50 Prozent durchgespielt. Um auf die 100 Prozent zu kommen, müsst ihr noch zahlreiche weitere Dinge erledigen – und selbst hinter dieser Schwelle warten noch Aufgaben, die nicht gewertet werden, etwa Waffenschmuggel.

Hierhinter verbirgt sich auch das Geheimnis, warum es immer wieder Spaß macht, auch alte GTA-Teile nochmal anzuspielen, selbst wenn ihr die Story nicht wieder beginnen wollt: es gibt immer einen guten Grund, sich auf das Spiel einzulassen – und sei es nur, sich irgendein Auto zu schnappen und durch die Welt zu cruisen. Apropos Welt:

  1. GTA ist wie die reale Welt – nur mit einigen Gimmicks

Schon seit den allerersten Videospielen, in denen ihr in eine irgendwie geartete Rolle schlüpft, sind Games meistens nur an wenigen Punkten mit der realen Welt verknüpft – selbst GTA ist nicht frei davon: Sich riesige Schießereien mit der Polizei liefern, geschnappt werden und es passiert nicht mehr, als dass man die Waffen verliert und einige Straf-Credits zahlen muss?

Allerdings muss man für die Spielereihe hier eine Lanze brechen: Sie versucht, bei aller spielerischen Übertreibung, immer dicht an der echten Welt zu sein. Wer es bei San Andreas mit Cluckin´ Bell und Co. übertreibt, trägt fix einen dicken Bauch vor sich her. Wer bei GTA IV mit seiner Holden in die Bar geht, kann dort Darts spielen und nicht zuletzt bei GTA Online steht mit dem The Diamond Casino & Resort ein regelrechter Tempel des Zockens zur Verfügung.

Tatsächlich geht der Realismus so weit, dass GTA als Lehrmeister für die reale Welt funktionieren kann. Wer im Spiel begreift, wie die verschiedenen Darts-Varianten aufgebaut sind, kann auch in wirklichkeit Pfeile werfen. Und wer im Diamond Casino an die Slots und Tische geht, braucht abseits des Spiels nur noch die hierzulande zur Verfügung stehenden Dienste zu checken und kann ebenfalls mit Roulette und Co. loslegen. Und auch wenn ihr es vielleicht nicht wisst, wurde im Internet schon unzählige Male gefragt, wo man shoppen gehen muss, um sich wie Nico Bellic zu kleiden, womit ein weiterer Berührungspunkt in die analoge Welt besteht.

So sieht es aus: Wenn ihr die wenigen völlig unrealistischen Elemente herausrechnet, dann ist praktisch jedes GTA deshalb so charmant, weil es so dicht an unserem normalen Leben ist, wie es nur möglich ist. Kombiniert mit der Tatsache, dass ihr so vielfältige Optionen habt, wird daraus eine ziemlich actiongeladene Variante der Sims – die bekanntlich auch deshalb so beliebt sind, weil sie recht lebensnah sind.

Übrigens: Als GTA V herauskam, gab es regelrechte Enttäuschungswellen, weil es nur noch sehr reduziert möglich ist, in Restaurants und an ähnlichen Orten essen zu gehen.

  1. Rockstar schafft es immer wieder, packende Storys und Epochen zusammenzubringen

Als 1999 das Expansion Pack London 1969 für das allererste GTA veröffentlich wurde, begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert: Rockstar gab und gibt sich immer große Mühe, jedes Spiel in einen interessanten Story-Rahmen einzubetten und teilweise auch in eine spannende Epoche.

Ihr müsst nicht einfach nur als No-Name diverse Unterwelt-Missionen absolvieren, nein, ihr müsst:

  • als gerade aus dem Knast entlassenes Mitglied der Mafia euren Ruf in einer Stadt verteidigen, die dem Miami Mitte der 1980er wie aus dem Gesicht geschnitten ist.
  • als ehemaliger Gangster in einer Stadt bestehen, die so dicht am Los Angeles der frühen 1990er ist, dass es wie die spielbare Variante von Filmen wie Boyz in da Hood und Menace II Society
  • als Anführer einer Biker-Gang zwischen allen Fronten stehen und dabei die Crew irgendwie zusammenhalten.

Vor allem Vice City und San Andreas wurden gefeiert, weil sie zwei besonders spannende Epochen zu einem solchen Fokus machen. Doch es geht auch ohne Zeitreisen. Das beweisen die anderen Teile der Serie, die sich „nur“ damit begnügen, euch eine interessante Hintergrundgeschichte erleben zu lassen.

Es gibt viele Spiele, in denen das Spielen im Vordergrund steht und die sich trotzdem oder gerade deswegen bestens verkaufen. Schaut ihr euch jedoch GTA an, vielleicht die Red-Dead-Westenreihe (bekanntlich ebenfalls aus dem Hause Rockstar) oder auch die Black-Ops-Teile von Call of Duty, dann werdet ihr feststellen, dass dahinter immer eine Story steht, die sich in Aufbau und Spannungsbogen nicht vor Romanen oder Kinofilmen verstecken muss.

Nicht jedes Game braucht sowas, aber die, einen großen Story-Fokus setzen, bekommen meist viel Lob dafür.

  1. Unendliche Weiten – und jede Menge Vehikel aller Art

Open World ist das eine, aber es gibt doch einen gehörigen Unterschied zwischen offener Welt und offener Welt im GTA-Style. Ihr wollt Zahlen?

  • 8,12 bei GTA III
  • 9,11 bei GTA: Vice City
  • 16,14 bei GTA IV
  • 38,2 bei GTA: San Andreas
  • 75,84 bei GTA V

Hinter den Werten verbirgt sich die Größe der zusammengenommenen Land- und Wasserflächen der jeweiligen Spiele in Quadratkilometern. Auf die reale Welt übertragen mag das nicht nach sonderlich viel wirken. Aber einmal als Vergleich: Manhattan bringt es auf 87,5 Quadratkilometer, ist also gar nicht so weit entfernt.

Allerdings wäre der Vergleich zwischen Spiele- und Realwelt ziemlich unfair. Denn beginnend mit San Andreas begann Rockstar, die Fläche mit diversesten Landschaftsformationen zu füllen. Großstadt, ländliche Ecke, Wüste, alles war dabei.

Hier wird die „geringe“ Größe der Maps sogar zum Vorteil: Ihr könnt euch einfach auf Entdeckungstour begeben und innerhalb einer Stunde nicht nur zahlreiche Landschaftsformationen sehen, sondern auch verschiedene Tageszeiten und Wetterbedingungen – bei all dem komprimiert das GTA-Prinzip die reale Welt, um es spielbarer zu machen. Wären alle Flächen, Distanzen und Zeiten 1:1, wärt ihr nur mit Fahren, Fliegen und Laufen beschäftigt.

Apropos: Auch das ist natürlich eine Stärke. Die ganzen Autos, Motorräder, Panzer, Helikopter und sonstigen Fahr- und Flugzeuge, mit denen ihr euch durch die GTA-Welt bewegen könnt.

Schon die Vielfalt ist heftig – bei GTA V sind es in der Basisversion ganze 348 eigenständige, spielbare Fahrzeuge. Hinzu kommt jedoch, dass Rockstar noch viel weiter geht:

  • Die teilweise gegebene Möglichkeit, die Fahrzeuge zu modifizieren.
  • Die eigenständige Fahrphysik, wodurch sich jedes Modell anders fährt/fliegt.

Gut, heutzutage können viele Games mit derartiger Vielfalt aufwarten, GTA war aber einer der maßgeblichen Motoren hinter diesem Trend und ist auch bemüht, bei jeder neuen Ausgabe noch etwas zu ermöglichen.

  1. Ein Feuerwerk der Soundtracks und epischer Kalauer

Games musikalisch zu untermalen ist fast so alt wie die Idee des Videospiels – mit dem Thema hat sich sogar schon das Abbey Road Institute befasst, eine Hochschule für Toningenieure.

Aber: Auch hier hat GTA Bahnbrechendes geleistet. Denn zu einer großen, realistischen Spielewelt gehört auch eine große, realistische Musikauswahl. Schon Teil 1 gab dem Spieler die Option, in Fahrzeugen aus sieben verschiedenen Radiostationen zu wählen. Bei GTA V sprechen wir sogar von 22 Radiosendern mit insgesamt 404 Songs – alle Updates zusammengenommen sind es sogar 538 Stücke. Und immer ist für wirklich jeden Geschmack etwas dabei und passt die Auswahl zum geographischen und historischen Hintergrund der jeweiligen Spielewelt.

Doch begnügen sich die Entwickler auch hier nicht nur mit Musik – obwohl es ihnen wohl niemand ankreiden würde. Nein, sie packen Talkshows mit hinein, Werbespots, Jingles und verstecken darin immer wieder Kalauer wie das Bier namens Pißwasser oder den Werbespot für das Exploder-Überlebensmesser – das sich wiederum an den im gleichen Spiel laufenden Werbespot für den im 80s-Rambo-Style gehaltenen Exploder-Actionfilm anlehnt.

Einerseits macht das die GTA-Games an einem weiteren Punkt herrlich realitätsgetreu. Andererseits sorgt es auch dafür, dass die manchmal langen Fahrten verkürzt werden – oder ihr auch einen Grund habt, durch die Gegend zu cruisen.

  1. Das klassische Gangster-Epos in spielbarer Weise

Hand aufs Herz: Was es in Sachen Crime filmisch zu erzählen gibt, wurde wohl schon mindestens einmal auf die Leinwand gebracht. Das geht von Portraits einzelner Gangster bis zum Ausrollen eines ganzen Epos wie bei Der Pate. Die Charaktere und Hintergründe mögen sich wandeln, der Kern bleibt jedoch immer gleich.

Auch bei GTA ist es nicht wirklich anders. Seit der dritte Teil euch erstmals die Kontrolle über einen (marginal) mit Hinter- und Handlungsgrund versehenen Charakter gab, geht es immer nur ums gleiche: Als Krimineller in einer kriminellen Welt erfolgreich sein.

Wird das langweilig? Klares nein – so, wie wir auch immer wieder neue Gangsterfilme genießen, obwohl das Kernformart wohlbekannt ist. Nur schafft es GTA durch die Ausgestaltung der Missionen und der ganzen Geschichte immer wieder, eine neue Story zu eröffnen. Und nicht nur das: Es gibt euch den Controller in die Hand und sagt „hier, mach mal, du bist jetzt der Gangster“.

Natürlich tun auch viele andere Spiele Ähnliches. Aber GTA fokussiert sich auf etwas, was nur wenige tun: Kriminelle. Und auch wenn ihr im echten Leben niemals das Gesetz brechen würdet, ist es hierbei nicht nur möglich, sondern verdammt spannend und spaßig – und folgenlos.

  1. Überzogene, schräge, aber immer irgendwie coole und menschliche Charaktere mit Tiefgang

Preisfrage: Wie heißt der Hauptcharakter in GTA III? Wenn ihr es nicht wisst, ist das nicht schlimm – Claude ist ein äußerst schweigsamer Charakter, was ihn damals, als das Spiel herauskam, auch keine Sympathiepunkte einbrachte. Allerdings nahm sich Rockstar die Kritik schnell zu Herzen.

Schon ein Jahr später, bei Vice City, hatte Tommy Vercetti nicht nur deutlich mehr charakterlichen Tiefgang, sondern wurde im Original auch von Ray Liotta gesprochen – äußerst passend, wenn man seinen Background als Hauptdarsteller in Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia bedenkt.

Von da an gab sich Rockstar immer mehr Mühe, die Charaktere noch detaillierter, noch liebevoller auszugestalten. Fast immer sind es Antihelden, tragische Helden. Auf der anderen Seite stehen mit Typen wie Gay Tony, Roman Bellic, Brucie Kibbutz oder Trevor Philips Charaktere, die herrlich schräg gezeichnet sind, die Klischees ins Absurde führen und ein wesentlicher Träger des tiefschwarzen Humors sind, der jedem GTA-Teil zu eigen ist.

Dabei macht Rockstar jedoch nie den Fehler, die Spieler hinters Licht zu führen. Böse und (zumindest Semi-) Gut lassen sich immer auseinanderhalten, wodurch es niemals zu Loyalitätskonflikten gegenüber dem Spielercharakter kommt.

Zusammenfassung

Seit den ersten GTAs, noch aus der Vogelperspektive, ist jede Neuauflage, jedes Expansion Pack davon geprägt, seine Spieler in eine Welt zu ziehen, die sich bei genauerem Hinsehen nicht wirklich von der echten Welt unterscheidet. Doch dort, wo im normalen Leben die Grenze des Machbaren endet, kann sie bei GTA überschritten werden – garantiert frei von strafrechtlichen Konsequenzen und immer mit einem coolen Song im Autoradio.

Vielleicht ist es das Geheimnis von Rockstar, dass es das Studio schafft, es jedem Spieler zu ermöglichen, das tun zu können, was er vielleicht im realen Leben machen würde, wenn es garantiert keine Konsequenzen gäbe. Ob das nun bedeutet, sich von oben bis unten tätowieren zu lassen oder im Stau einfach einen nervigen Vordermann aus dem Auto zu ziehen und zu vertrimmen, bleibt gleich – denn da lässt GTA schon aus Prinzip dem Spieler ebenfalls die volle Freiheit.

Dazu hät Take-Two Interactive an der Strategie fest, nicht nur einfache Portierungen und simple Remakes zu machen, sondern will mit GTA 5 in der nun dritten Konsolengeneration wieder etwas „Großartiges“ schaffen. Kein Wunder, schließlich wurde Grand Theft Auto V mittlerweile über 140 Millionen mal verkauft und 2020 war das erfolgreichstes Jahr der GTA-Saga.

Welches GTA ist das beste Grand Theft Auto-Spiel aller Zeiten?
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31 Kommentare Added

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  1. Ranzeweih 73655 XP Tastenakrobat Level 2 | 07.03.2021 - 11:22 Uhr

    Ich konnte mit GTA noch nie was anfangen. Habs nochmal versucht, als es im GP war, aber es packt mich einfach nicht.

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  2. Tomplifier 3540 XP Beginner Level 2 | 16.04.2021 - 09:47 Uhr

    Hab jetzt GTA V mal dank GamePass angespielt und ich glaube, ich bin doch schon zu alt dafür. Ist zwar ab 18, aber irgendwie fühlt es sich an wie ein Spiel von Pubertierenden für Pubertierende. Damals noch San Andreas und Vice City fasziniert durchgespielt. Aber hier fühle ich mich nicht mehr wirklich ernst genommen, sorry..

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