Xbox One: China: Regierung erlaubt nur noch 90 Minuten Videospiele am Tag

Die chinesische Regierung hat strikte Regelungen für Onlinespiele erlassen, um Sucht und ihren Folgen vorzubeugen.

Videospiele sind ein Hobby, das immer wieder gerne als Begründung für verschiedenste Missstände herangezogen werden. Während in Deutschland oft altbekannte Killerspiel-Diskussionen in den Medien die Folge sind, greift China durch und reguliert das Onlinegaming zukünftig sehr strikt.

Als Grund dafür werden allerdings keine Gewalttaten einzelner angegeben, sondern die steigende Zahl von kurzsichtigen jungen Menschen und vermehrt auftretende schlechte akademische Leistungen. Beides kann in einen Zusammenhang mit Spielesucht gebracht werden, weshalb die strengen Regelungen als Präventivmaßnahme angesehen werden könnten.

Aber was sehen diese neuen Regelungen der chinesischen Regierung denn im Detail vor?

Spieler müssen in China zukünftig ihre echten Namen und Identifikationsnummern nutzen, um sich in Onlinespielen zu registrieren. So soll sichergestellt werden, dass Spieler unter 18 in den Zeiten zwischen 22.00 und 08.00 Uhr nicht spielen können. In der sonstigen Zeit sind täglich 90 Minuten bzw. 180 Minuten an Wochenenden und Feiertagen erlaubt.

Auch Mikrostransaktionen werden kontrolliert und die Beträge beschränkt, die Gamer monatlich für sie ausgeben können. Die Grenzen liegen hier zwischen 28 und 57 $, je nach Alter.

Derartige Regulierungen haben selbstverständlich auch Auswirkungen auf Entwickler, die ihre Inhalte mit Bedacht wählen müssen. Trotzdem wird es immer Schlupflöcher geben, wie auch der Analyst Daniel Ahmad bereits anmerkte.

Yang Bingben, der Besitzer einer Firma für Industrietechnologien im Osten Chinas hat so etwas wie ein Schlupfloch bereits entdeckt. Bei seinem Sohn beobachtet er, dass dieser offline spielt. Ohne Internetverbindung ist der Konsum weitaus schwieriger zu regulieren. Er denkt an eine andere Herangehensweise, um die von der Regierung angegebenen Gründe für die Regulierungen zu bekämpfen.

„Wir müssen Dinge entwickeln, um Spiele zu ersetzen. Unsere Gedanken sollten darauf konzentriert sein, mehr Stadien, Fußball- oder Basketballfelder zu bauen.“

34 Kommentare Added

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  1. [email protected] 50435 XP Nachwuchsadmin 5+ | 09.11.2019 - 11:04 Uhr

    OK, laut der Quelle geht’s nur um minderjährige. Also wohl nicht wirklich dramatisch.

    Darum brauch man hier jetzt keine Diskussion über China und Menschenrechte lostreten. 😉

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      • [email protected] 50435 XP Nachwuchsadmin 5+ | 09.11.2019 - 11:45 Uhr

        Ja, es steht da drin. Aber sehr schwammig. Oder was glaubst du, warum hier Kommentare zu persönlichkeitsrechten und Menschenrechte in China im allgemeinen kommen? Bestimmt nicht, weil es jedem ersichtlich ist, dass es nur um minderjährige geht.

        Und ja Quelle. In der steht es nämlich schon in der Überschrift dass es nur um junge Spieler geht. Was hier ja nicht der Fall ist.

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  2. Crusader onE 28165 XP Nasenbohrer Level 4 | 09.11.2019 - 11:40 Uhr

    Fänd ich für Kinder gar nicht so verkehrt. Mag nur keine Kontrolle. Müssen Eltern selbst regeln. Finds auch immer geil, dass teils 5 jährige heute schon Smartphones bekommen. Da braucht man sich nicht wundern, dass die Menschheit immer mehr degeneriert 😂

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    • Robilein 166520 XP First Star Gold | 09.11.2019 - 11:46 Uhr

      Mein Neffe ist 8. Der kennt sich mit Tablets besser aus wie ich. Schon echt krass.
      In dem Alter hab ich ganz andere Sachen gemacht.

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      • Crusader onE 28165 XP Nasenbohrer Level 4 | 09.11.2019 - 13:05 Uhr

        Ja, Finds ja gut, dass Kinder Technikaffin sind und für die Zukunft gerüstet. Hab auch viel gezockt als Kind und viel tv geguckt. Aber halt fast immer zusammen mit Freunden. Heute sitzen die alleine vorm Handy, Tablet oder Konsole und zocken alleine oder Multiplayer mit Freunden ohne sich zu sehen. 😀

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  3. churocket 70275 XP Tastenakrobat Level 1 | 09.11.2019 - 12:58 Uhr

    In einem sehr lobenswert da besonders Kinder nicht wissen was sie so wirklich machen , aber das ist ja schon wie in einem Überwachungsstaat und das ist schon eine gefährliche Kombi und im Jahr 2019 nicht sein darf.aber im Moment gibt’s sehr viele Probleme auf der Welt die fûr die Zukunft nix gutes bedeuten 🤐🤐

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      • churocket 70275 XP Tastenakrobat Level 1 | 09.11.2019 - 14:38 Uhr

        Ja besonders im Umweltschutz da gehen Wirtschaftliche Interessen vor , aber am Ende ist die Welt in Arsch und da kannste dein geld zum Arsch abwischen benutzen aber so ist der Mensch überheblich bis zum Ende.Das beste Beispiel vor 2000 Jahren wir hatten die Wahl aber haben uns für das falsche entschieden deshalb ist die Hölle jetzt hier 👍

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  4. Jim Uhrig 2580 XP Beginner Level 2 | 09.11.2019 - 13:05 Uhr

    Wenn es nur Minderjährige betrifft finde ich die Regelung gut. Auch wenn ich zugeben muss, dass mich das in dem Alter hart getroffen hätte.😁

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  5. Fenistair 18745 XP Sandkastenhüpfer Level 4 | 09.11.2019 - 14:55 Uhr

    Klar, Spielsucht und die Folgen von exzessiven Spielen sollten nicht unterschätzt werden. Aber ich denke es ist wirklich sinnvoller die Jugendlichen für gesündere Alternativen zu gewinnen, als ihnen derartige Verbote aufzudrängen…

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  6. gbnpTimTaylor 1730 XP Beginner Level 1 | 09.11.2019 - 15:59 Uhr

    Finde ich gut so. In meinem Beruf habe ich viel mit Kindern zu tun. Was ich da zum Teil erlebe ist erschreckend. Kann das nur befürworten. 👍

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  7. Temdox 11880 XP Sandkastenhüpfer Level 1 | 11.11.2019 - 08:23 Uhr

    In China hat das nochmal ganz andere Dimensionen wie bei uns in EU. Die Kinder leben fast nur noch in den Spielen wodurch das echte Leben zum Hobby wird. Wenn die Eltern Versagen greift der Staat ein, finde ich nicht verkehrt. Wie das dann aber genutzt und ausgewertet wird steht auf nem anderen Blatt Papier

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  8. XBoXXeR89 35640 XP Bobby Car Raser | 11.11.2019 - 10:03 Uhr

    Was eine Sch…e!
    Wenn ich daran denke, dass man uns damals so krass eingeschränkt hätte beim Zocken!

    Hätte ich Kinder und wir hätten eine Regelung wie in China, würde ich meinen Kind einen Account mit meiner ID machen damit es nach Herzenlust zocken kann!
    Wenn mein Kind 24/7 nur noch vor der Glotze hängt, würde ich es an die frische Luft setzen aber nicht die Regierung!

    So haben es zumindest meine Eltern damals mit mir gemacht und wie ich finde hat es super geklappt!

    Soll die Chinesische Regierung lieber etwas gegen die immer noch herrschende Kinderarbeit unternehmen oder haben die Angst, dass wenn das Kind länger als 90 Minuten am Tag spielt nicht mehr genügend Schuhe nähen kann?

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